Was ist (tiefenpsychologisch fundierte) Psychotherapie?
Der Begriff Psychotherapie bezieht sich auf wissenschaftlich geprüfte und anerkannte Verfahren und Methoden, die der Behandlung psychischer Erkrankungen dienen. Als wissenschaftlich anerkannt gelten zurzeit im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie die beiden psychodynamischen Therapieverfahren (analytische Therapie und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie), die (kognitive) Verhaltenstherapie und die systemische Therapie. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, wie ich sie anbiete, beschäftigt sich mit unbewussten Konflikten, die die Wahrnehmung sowie das Denken, Fühlen und Handeln von Menschen maßgeblich beeinflussen können. Werden jene unbewussten Dynamiken verstanden, entstehen neue Handlungsmöglichkeiten. Darüber hinaus dient die Therapie der (Weiter)Entwicklung der psychosozialen Fähigkeiten, die zur Bewältigung der aktuellen Schwierigkeiten vonnöten sind.
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Ablauf einer Psychotherapie
Nach mindestens einer psychotherapeutischen Sprechstunde (Erstgespräch) finden die sogenannten probatorischen Sitzungen statt, die dem gegenseitigen Kennenlernen von Patient/in und Therapeut/in dienen. Entscheiden sich beide Seiten für die Einleitung einer Psychotherapie, wird diese bei der zuständigen Krankenkasse/-versicherung beantragt. Ist die Kostenübernahme gegeben, sind je nach Bedarf sowohl kürzere Therapien von einigen Monaten als auch mehrjährige Langzeittherapien möglich. In der Regel finden tiefenpsychologisch fundierte Therapien mit einer wöchentlichen Sitzung statt, die 50 Minuten dauert. Therapien von Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden im Sitzen und meist in Form von Gesprächen durchgeführt, wohingegen bei Kindern zusätzlich das therapeutische Spiel von großer Bedeutung ist. Bei Kindern und bei Bedarf auch bei Jugendlichen werden auch die Eltern bzw. Sorgeberechtigten in Form meist monatlicher Bezugspersonenstunden in den Prozess einbezogen.
Gründe für eine Psychotherapie
Es gibt zahlreiche verschiedene Gründe, aus denen eine Psychotherapie sinnvoll sein kann, die hier nicht vollständig aufgezählt werden können.
Gründe können unter anderem sein:
– soziale Phobien, Trennungs-/Schulängste, Panikstörungen
– Depressionen, Selbstwertprobleme, Selbstverletzung, Suizidalität
– aggressives Verhalten, Probleme mit dem sozialen Umfeld
– Zwangsgedanken/-handlungen
– Anorexie (Magersucht), Bulimie (Ess-/Brechsucht), Binge Eating
– Enuresis (Einnässen), Enkopresis (Einkoten)
– psychosomatische Beschwerden wie Bauch-/ oder Kopfschmerzen
– Schlafstörungen
– Traumatisierungen
– anhaltende Schwierigkeiten nach belastenden Lebensereignissen wie Trennung der Eltern, Krankheit und/oder Tod eines Angehörigen
– akute Krisen
Im Rahmen der ersten Sitzungen teile ich gerne meine Einschätzung mit dir/Ihnen, ob im konkreten Fall eine Psychotherapie sinnvoll ist und ggf. welche Hilfsangebote alternativ infrage kommen.
